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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Exceptions
8 Die Funktionsbibliothek
9 Threads und nebenläufige Programmierung
10 Raum und Zeit
11 Datenstrukturen und Algorithmen
12 Dateien und Datenströme
13 Die eXtensible Markup Language (XML)
14 Grafische Oberflächen mit Swing
15 Grafikprogrammierung
16 Das Netz
17 JavaServer Pages und Servlets
18 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
19 Applets, Midlets und Sound
20 Datenbankmanagement mit JDBC
21 Reflection und Annotationen
22 Komponenten durch Bohnen
23 Logging und Monitoring
24 Sicherheitskonzepte
25 Java Native Interface (JNI)
26 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
A Die Begleit-DVD
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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
6., akt. und erw. Aufl., mit DVD
1.454 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 3-89842-838-9
gp 25 Java Native Interface (JNI)
  gp 25.1 Java Native Interface und Invocation-API
  gp 25.2 Einbinden einer C-Funktion in ein Java-Programm
    gp 25.2.1 Schreiben des Java-Codes
    gp 25.2.2 Compilieren des Java-Programms
    gp 25.2.3 Erzeugen der Header-Datei
    gp 25.2.4 Implementierung der Methode in C
    gp 25.2.5 Übersetzen der C-Programme und Erzeugen der dynamischen Bibliothek
    gp 25.2.6 Suchort der dynamischen Bibliothek
  gp 25.3 Nativ die Stringlänge ermitteln
  gp 25.4 Erweiterte JNI-Eigenschaften
    gp 25.4.1 Klassendefinitionen
    gp 25.4.2 Zugriff auf Attribute
  gp 25.5 Einfache Anbindung von existierenden Bibliotheken
    gp 25.5.1 C++ Klassen ansprechen
    gp 25.5.2 COM-Schnittstellen anzapfen
  gp 25.6 Zum Weiterlesen


Galileo Computing

25.3 Nativ die Stringlänge ermitteln  toptop

Wir haben unsere Funktion noch nicht zu Ende geführt. Es fehlt die Berechnung der Zeichenkettenlänge, für die wir den String zuerst von der Unicode-Implementierung in ein C-Zeichenfeld überführen müssen. Dazu dient eine Funktion GetStringUTFChars(), die wir über die Umgebung env nutzen können.

const char* str = (*env)->GetStringUTFChars( env, s, NULL );

Hinweis Die Schreibweisen unterscheiden sich im Fall von C oder C++. Während es bei C
const char* str = (*env)->GetStringUTFChars( env, s, NULL );

heißt, schreiben wir bei C++

const char* str = env->GetStringUTFChars( s, NULL );

In der objektorientierten C++-Variante ist env als Argument nicht mehr nötig. Wir bleiben bei unseren Buchbeispielen in der prozeduralen C-Welt und übergeben daher allen JNI-Methoden das JNIEnv. [Siehe dazu unter http://java.sun.com/javase/6/docs/technotes/guides/jni/spec/design.html den Punkt »Native Method Arguments«. ]


Die Zeichenkettenlänge liefert die C-Funktion strlen(), die im Header string.h definiert ist:

#include <jni.h> 
#include "strlen.h" 
#include <stdio.h> 
#include <string.h> 
 
JNIEXPORT jint JNICALL 
Java_com_javatutor_jni_StrLen_strlen( JNIEnv *env, jclass clazz, jstring s ) 
{ 
  if ( s == NULL ) 
  { 
    jclass exc = (*env)->FindClass( env, "java/lang/NullPointerException" ); 
 
    if ( exc != NULL ) 
      (*env)->ThrowNew( env, exc, "(in C++ code)" ); 
 
    return -1; 
  } 
 
  const char* str = (*env)->GetStringUTFChars( env, s, NULL ); 
 
  if ( str == NULL ) 
    return -1; 
 
  int len = strlen( str ); 
 
  (*env)->ReleaseStringUTFChars( env, s, str ); 
 
  return (jint) len; 
}

Mit JNI lassen sich auf der C-Seite Java-Objekte erzeugen und zerstören genauso wie sich Java-Methoden aufrufen und Werte austauschen lassen. Wir nutzen das, um ein Ausnahme-Objekt zu erzeugen, wenn es keine Referenz auf ein String-Objekt gibt.



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